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Nr. 1: Das Bild ohne Namen
Yusuf hat das Siegerbild gemalt. Es zeigt den Schulhof von oben. Von oben kann man nur aus dem
ersten Stock schauen, also nicht aus Lottes Klasse 2a im Erdgeschoss. Von dort sieht man gut,
was direkt vor dem Fenster wächst: Lotte hat die Sonnenblume gemalt.
Bens Klasse 4a ist zwar im ersten Stock, aber ihre Fenster gehen zur Straße. Ben hat die
Bushaltestelle von oben gemalt. Nur aus Yusufs Klasse 4b blickt man von oben auf den Schulhof.
Bei der Siegerehrung steht Yusuf ganz verlegen auf der Bühne. Dann hält er seinen neuen
Malkasten hoch und strahlt.
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Nr. 2: Das Dino-Ei im Museum
Das Ei liegt in Rudis Ladestation unter dem Schwanz des T-Rex. Niemand hat es eingesteckt.
Als Tarek um Viertel nach zwölf aufgesprungen ist, hat er das Nest angestoßen. Ein Ei ist auf den
Boden gefallen. Das war das „Plopp“. Genau um 12:15 Uhr ist Rudi losgefahren und hat den Boden
gewischt. Dabei hat er das kleine Gummi-Ei vor sich hergeschoben, bis zu seiner Ladestation.
Der entscheidende Hinweis: Rudi stößt immer wieder gegen etwas und kann nicht laden. Das Ei liegt
ihm im Weg.
Herr Brandt holt das Ei hervor und legt es zurück ins Nest. Rudi fährt in seine Station, und das
Lämpchen wird grün. „Ab heute steht unser Nest auf einem Teller mit Rand“, sagt Herr Brandt.
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Nr. 3: Das offene Ziegentor
Zora hat das Tor selbst aufgemacht!
Der Knauf vom Riegel ist nass und klebrig, hat kleine Zahnkratzer, und Heu klebt daran. Das ist
Ziegenspucke. Der Riegel sitzt genau so hoch wie ein Ziegenmaul. Und Zora knabbert alles an, was
aus Metall ist und sich bewegen lässt. So hat sie den Riegel zur Seite geschoben.
Im Matsch vor dem Tor gibt es nur Hufabdrücke, keine Schuhe. Der Postbote war also nicht dort.
Paula auch nicht: Sie hat vom Stall aus gefüttert und den Riegel von innen wirklich zugeschoben.
Onkel Jens lacht und hängt einen zweiten Haken an das Tor. „Den kriegt selbst Zora nicht auf.“
Zora schaut ihn an und knabbert schon mal daran.
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Nr. 4: Der Wecker um drei
Tim hat den Wecker gestellt! Er wollte um drei Uhr an seine Lieblingssendung erinnert werden. Tim
kennt die Uhrzeiten aber nur von 1 bis 12. Er hat 03:00 eingestellt. Der Wecker im Gästezimmer
zählt jedoch bis 23. Bei ihm heißt drei Uhr nachmittags 15:00. Und 03:00 ist mitten in der Nacht.
Papa braucht keinen Wecker, und Mama hätte für Omas Zug eine ganz andere Zeit eingestellt. Nur Tim
wollte an „drei“ erinnert werden. Oma Rosi verzeiht ihm sofort. Am Nachmittag guckt sie die
Sendung mit ihm zusammen, pünktlich um 15 Uhr.
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Nr. 5: Die durstigen Tomaten
Lukas hat gegossen, aber den falschen Garten! Er hat den grünen Schlauch genommen. Aylas Schlauch
ist aber gelb. Der grüne Schlauch gehört Herrn Pohl. Das Spinnennetz zwischen dem gelben Schlauch
und der Wand ist noch heil, also hat ihn gestern niemand abgerollt.
Weil die Gartenhäuschen gleich aussehen und das Türchen offen ist, ist Lukas in der Eile zum
falschen Häuschen gelaufen. Deshalb war das Beet von Herrn Pohl so nass. Herr Pohl lacht und gießt
Aylas Tomaten gleich mit. Lukas bekommt zum Dank eine Tüte Bohnen und ein Schild für das
richtige Häuschen.
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Nr. 6: Die Eisblumen am Fenster
Leo hat den Schlitten selbst genommen! Seine Fuchs-Geschichte kann nicht stimmen. Sein Fenster ist
von oben bis unten voller Eisblumen. Da kann man heute Morgen nicht hindurchsehen. Leo kann also
gar keinen Fuchs gesehen haben.
Dazu kommen die klitschnassen Fäustlinge und der Schnee an seiner Hose. Leo war heute früh draußen.
Leo gibt es kleinlaut zu: „Ich wollte heimlich am Rodelberg üben. Damit ich beim Rennen auch mal
schnell bin. Aber dann ist die Schnur gerissen. Ich dachte, du schimpfst.“ Der Schlitten steht
hinter der Hecke.
Ronja schimpft nicht. Sie knotet eine neue Schnur an. Und beim Rennen fahren die beiden zusammen.
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Nr. 7: Die kaputte Sandburg
Es war das Meer! In der Nacht um 2:14 Uhr war Hochwasser. Bei Flut steigt das Wasser und kommt weit
den Strand hinauf. Es hat die Burg überspült und flach gemacht.
Die Linie aus Algen und Muscheln zeigt, wie weit das Wasser gekommen ist. Die Fahne ist bis dorthin
geschwommen. Unterhalb der Linie ist der Sand glatt und ohne Spuren, weil das Wasser alles
weggewischt hat. Die Fußspuren und Hundepfoten sind erst später oberhalb der Linie entstanden.
Und der beste Beweis: Jaspers eigene Burg ist auch weg. Die hätte er bestimmt nicht selbst kaputt
gemacht. Am Nachmittag bauen alle drei zusammen eine Riesenburg, diesmal weiter oben am Strand.
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Nr. 8: Die leere Taschenlampe
Tim war es. Er weiß, was auf der letzten Seite steht. Zu Hause kann er das Buch nicht gelesen haben. Es gibt nur noch dieses eine, und das steht in der Herberge. Also hat er es in der Nacht
gelesen. Dafür hat er sich die große Taschenlampe vom Regal geholt und unter der Bettdecke
gelesen, bis die Batterien leer waren. Hannas Lesezeichen hat er ordentlich wieder bei Seite 31
hineingesteckt. Darum ist er heute auch so müde.
„Es war so spannend, ich konnte einfach nicht aufhören“, sagt Tim. Er darf mit dem Herbergsvater
neue Batterien holen. Und er verspricht Hanna, nichts mehr vom Ende zu verraten. Ein kleines
bisschen zu spät.
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Nr. 9: Die rosa Trikots
Leo hat die Trikots gewaschen. Eine rote Socke in der Waschmaschine kann weiße Wäsche rosa färben.
Die Sternensocke im Beutel ist das Gegenstück zu der roten Socke an Leos linkem Fuß. Und warum
ist die Nummer 9 weiß geblieben? Weil sie gar nicht in der Maschine war: Leo hatte sein Trikot
wie immer selbst an.
Leo wollte Ayla eine Freude machen und ihr das Waschen abnehmen. Dass sich eine Socke in den
Beutel geschmuggelt hatte, hat er nicht gemerkt. Herr Demir lacht: „Rosa Trikots hat in der
ganzen Liga keine Mannschaft.“ Am Samstag spielen alle in Rosa. Nur Leo nicht. Der ist zum ersten
Mal ein bisschen neidisch.
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Nr. 10: Kohles zweites Frühstück
Bei Frau Brandt im Eckhaus! Kohle riecht nach Fisch, aber zu Hause gibt es nie Fisch. Herr Graf
ist im Urlaub, und Jakobs Hund bekommt Rind. Frau Brandt mag keinen Fisch und hat kein Tier. Trotzdem kauft sie fünf Dosen Thunfisch. Auf ihrer Terrasse steht um halb neun eine leer geleckte
Untertasse. Der Thunfisch ist für eine Katze.
Elif klingelt bei Frau Brandt. „Ach, das ist eure?“, lacht die alte Dame. „Sie kommt jeden Morgen
vorbei. Ich nenne sie Lakritz.“ Jetzt sind sich alle einig: Kohle darf Frau Brandt weiter
besuchen. Aber nur noch zum Kuscheln.
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Nr. 11: Die Erdbeeren am Sonntag
Es war April! Der entscheidende Hinweis ist der Wochentag. Heute ist Sonntag, und sonntags wird
keine Post gebracht. April kann also keine neuen Briefe aus dem Briefkasten geholt haben. Auf dem
Schreibtisch liegt auch nur die Post vom Samstag. Ihre Geschichte stimmt nicht.
Lucies Fleck ist alte Tomatensoße, und Olaf stand weit weg in der Küche. Marks Erdbeerpflanzen
tragen noch keine Früchte. Nur April ist auf ihrem Weg am Esszimmer vorbeigekommen. Und der rote
Rand um ihren Mund verrät sie auch.
April wollte nichts Böses. Die Erdbeeren dufteten so gut, und sie hatte schon seit dem Frühstück
Hunger. Erst wollte sie nur eine probieren. Dann wurden es siebzehn. Als sie es merkte, hat sie
sich schnell die Geschichte mit der Post ausgedacht. Jetzt entschuldigt sie sich bei Oma Maria.
Zum Glück steht im Kühlschrank noch eine Schale Erdbeeren für die Bowle. Damit belegen die beiden
die Torte zusammen neu. Und April darf nach dem Kaffee die schönste Erdbeere selbst essen.
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Nr. 12: Das Päckchen im Wichtelsack
Lina ist Emmas Wichtel! Der entscheidende Hinweis ist die Zeit. Von Blitz hat Emma erst am
Mittwoch im Bus erzählt, und nur Lina und Tarik haben es gehört. Danach ging es vom Hallenbad
direkt nach Hause. Der Comic wurde also am Mittwochabend gemalt und musste am Donnerstag bis zwölf
Uhr in den Sack.
Tarik war aber am Donnerstag krank und gar nicht in der Schule. Sein Päckchen fehlt ja auch noch,
er bringt es erst am Montag. Emmas Päckchen lag am Freitag schon im Sack. Also bleibt nur Lina.
Lina gibt es lachend zu: „Ich hab am Mittwoch bis spät abends gemalt. Darum war ich am Donnerstag
so müde!“
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Nr. 13: Der Riese auf dem Schulhof
Merle und ihr Bruder haben den Riesen gebaut, am Sonntagnachmittag. Der entscheidende Hinweis ist
der Schnee. Einen Schneemann kann man nur aus nassem, klebrigem Schnee rollen, wie bei Tauwetter.
Heute früh ist der Schnee nach der eiskalten Nacht locker wie Puder. Nicht einmal ein Schneeball
hält. Damit hätte Jonte um sieben Uhr nie so einen Riesen bauen können. Über Nacht ist Merles
Schneemann steinhart gefroren.
Und der Schal? Auf dem Schneemann liegt der neue Schnee von heute früh, auf dem Schal aber nicht.
Der Schal kam also erst danach dazu. Jonte hat ihn heute Morgen umgebunden. Das gibt er auch zu:
„Ich fand, dem Riesen war kalt.“
Herr Brückner lacht. Merle bekommt den Kakao und darf den Namen aussuchen. Jonte bekommt auch einen
Becher, für den Schal. Der Riese heißt jetzt „Herr Frost“.
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Nr. 14: Die Treppe im Bungalow
Paul ist gar nicht im Haus von Herrn Weiß. Oben wartet eine Überraschungsparty zu seinem
Geburtstag! Der entscheidende Hinweis ist die Treppe. Sara hatte gesagt, dass Herr Weiß in einem
Bungalow ohne Treppen wohnt. Dieses Haus hat aber eine große Treppe. Also ist das ein ganz anderes
Haus.
Auch der Wind war es nicht: Die Wetterfahne stand still, und die Blätter bewegten sich nicht.
Die Haustür hat jemand anderes zugemacht: die dritte Person, deren Schritte Paul auf der Treppe
hört. Das Geschenkband, der Kuchenduft, das Kichern und Saras Grinsen passen dazu. Und es ist ja
Pauls Geburtstag.
Den Fall mit der Kuckucksuhr hat Sara nur erfunden, damit Paul ahnungslos herkommt. Frau
Reichenbach ist Saras Tante, und hier wohnt sie selbst. Paul geht die letzten Stufen hinauf. Oben
rufen alle: „Überraschung!“ Und Paul sagt: „Gute Arbeit! Fast hättet ihr mich reingelegt.“