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Mein Notizbuch

10 Krimirätsel

Krimirätsel für Kinder ab 6

  • ab 6 Jahren
  • leicht bis mittel
  • mit Auflösung
  • zum Ausdrucken
  • kostenlos, ohne Anmeldung

Krimirätsel für Kinder ab 6 sind kurze Detektivgeschichten zum Vorlesen und Mitraten. Etwas ist verschwunden oder seltsam vertauscht, und am Ende steht eine Frage: Wer war es, oder wie ist es passiert? Alle Geschichten stehen hier ganz auf einer Seite. Die Auflösung ist zugeklappt. Du deckst sie erst auf, wenn du einen Verdacht hast.

Zuletzt ergänzt am

  1. Kasimir plappert alles aus

    ab 6 Jahren, passt bis 8 Schwierigkeit: leicht

    Morgen hat Papa Geburtstag. Nele und Mama haben heimlich Nusskekse gebacken. Sie liegen in einer roten Dose mit Schleife. Mama stellt die Dose ganz oben auf den Küchenschrank. „Da findet Papa sie nie“, flüstert sie.

    In der Küche wohnt auch Kasimir, der grüne Papagei. Kasimir plappert alles nach, was er hört. Den ganzen Vormittag sagt er nur: „Guten Morgen! Guten Morgen!“

    Am Nachmittag macht Nele die Dose auf. Es fehlen zwei Kekse! Nur ein paar Krümel liegen noch auf dem Schrank. Wer war das?

    Drei Leute waren zu Hause. Mama sagt bei allem „Ach herrje!“. Neles großer Bruder Jan sagt dauernd „Voll krass!“. Und Opa Willi ruft immer „Potz Blitz!“, wenn ihn etwas freut.

    „Ich war’s nicht“, sagt Mama. „Ich auch nicht“, sagt Jan. „Ich doch nicht“, sagt Opa und schaut schnell aus dem Fenster.

    Da flattert Kasimir auf seiner Stange hin und her. Er legt den Kopf schief und krächzt laut: „Potz Blitz, lecker! Potz Blitz, lecker!“

    Deine Frage, Detektiv:

    Wer hat die zwei Nusskekse genascht?

    Auflösung zeigen

    Opa Willi war es! Am Vormittag hat Kasimir nur „Guten Morgen“ gesagt. Jetzt ruft er auf einmal: „Potz Blitz, lecker!“ Das hat er also gerade erst in der Küche gehört. Und „Potz Blitz“ sagt in der Familie nur Opa.

    Opa gibt es mit roten Ohren zu: „Ich wollte nur prüfen, ob die Kekse gut genug für Papa sind.“ Sie sind es. Zur Strafe hilft Opa am Abend beim Nachbacken.

    Mit Hinweisen, zum Merken und Ausdrucken: Kasimir plappert alles aus

  2. Die verschwundene Fernbedienung

    ab 6 Jahren, passt bis 8 Schwierigkeit: leicht

    Es ist Sonntag. Papa sitzt auf dem Sofa und hat die Fernbedienung in der Hand. Gleich fängt sein Fußballspiel an. „Ich hole mir schnell ein Butterbrot“, sagt er und geht in die Küche.

    Bela hört, wie Papa den Kühlschrank aufmacht und wieder zumacht. Dann kommt Papa zurück. Er stellt seinen Teller auf den Wohnzimmertisch und setzt sich. „So. Wo ist denn jetzt die Fernbedienung?“

    Alle suchen. Bela schaut unter die Sofakissen. Nichts. Mama schaut hinter das Sofa. Nichts.

    „Vielleicht hat Bobby sie“, sagt Mama. Bobby ist der kleine Hund. Er kaut gern auf Sachen herum. Aber Bobby liegt in seinem Korb und schläft. Im Korb liegen nur sein Ball und eine alte Socke.

    „Vielleicht war es Juna“, sagt Papa. Juna ist Belas kleine Schwester. Sie drückt so gern auf Knöpfe. Aber Juna putzt die ganze Zeit oben im Bad die Zähne. Man hört sie singen.

    Bela sieht sich den Wohnzimmertisch genau an. Da steht Papas Teller mit dem Butterbrot. Und gleich daneben steht die Butterdose. Mama sagt immer: „Die Butter gehört in den Kühlschrank!“

    Bela grinst. „Papa, ich glaube, ich weiß, wo die Fernbedienung ist. Sie hat es jetzt schön kühl.“

    Deine Frage, Detektiv:

    Wo ist die Fernbedienung?

    Auflösung zeigen

    Die Fernbedienung liegt im Kühlschrank! Papa hatte sie in der Hand, als er in die Küche ging. Dort hat er die Butter herausgeholt. Und aus Versehen hat er die Fernbedienung hineingelegt.

    Der Beweis steht auf dem Wohnzimmertisch: die Butterdose. Die gehört in den Kühlschrank. Papa hat einfach beides vertauscht. Bela holt die eiskalte Fernbedienung, und Papa bringt die Butter zurück. Das Spiel hat er trotzdem nicht verpasst.

    Mit Hinweisen, zum Merken und Ausdrucken: Die verschwundene Fernbedienung

  3. Die Nase vom Schneemann

    ab 7 Jahren, passt bis 10 Schwierigkeit: mittel

    Gestern Abend haben Ella und ihr kleiner Bruder Finn im Garten einen Schneemann gebaut. Er hat Augen aus Kohle, einen roten Schal und eine lange Karotte als Nase. Finn war mächtig stolz.

    Heute Morgen um acht Uhr schaut Ella aus dem Fenster. Der Schneemann steht noch da. Aber die Nase ist weg! In der Nacht hat es geschneit. „Erst um sieben Uhr hat es aufgehört“, sagt Mama beim Frühstück. Der Garten liegt unter einer glatten, frischen Schneedecke.

    Ella zieht ihre Stiefel an und sieht sich die Spuren genau an. Vom Haus führen große Stiefelabdrücke zum Briefkasten am Gartentor und wieder zurück. Papa hat vorhin die Zeitung geholt. Seine Spur macht einen weiten Bogen um den Schneemann herum.

    Finn schläft noch. Seine kleinen Stiefel stehen trocken neben der Tür.

    Dann entdeckt Ella noch eine Spur. Sie kommt durch die Lücke im Zaun von Frau Ahmadis Garten. Es sind immer zwei lange Abdrücke nebeneinander und zwei kleine Punkte dahinter. Ella kennt solche Spuren aus ihrem Tierbuch. So hüpft ein Hase oder ein Kaninchen. Die Spur führt direkt zum Schneemann und macht dort einen kleinen Kreis. Dann hüpft sie zurück durch den Zaun.

    Über den Zaun ruft Frau Ahmadi: „Guten Morgen! Habt ihr Hoppel gesehen? Heute früh stand die Tür von seinem Stall offen. Jetzt sitzt er wieder drin und knabbert ganz zufrieden.“

    Deine Frage, Detektiv:

    Wer hat die Karottennase vom Schneemann geholt?

    Auflösung zeigen

    Es war Hoppel, das Kaninchen von Frau Ahmadi! Bis sieben Uhr hat es geschneit, also sind alle Spuren im Garten frisch. Papas Stiefelspur macht einen Bogen um den Schneemann. Finn war noch gar nicht draußen, seine Stiefel sind trocken.

    Nur eine Spur führt bis zum Schneemann: zwei lange Abdrücke mit zwei kleinen Punkten dahinter, so hüpft ein Kaninchen. Sie kommt durch die Zaunlücke von Frau Ahmadis Garten und geht dorthin zurück. Hoppel war ausgebüxt und hat sich ein leckeres Frühstück geholt.

    Mit Hinweisen, zum Merken und Ausdrucken: Die Nase vom Schneemann

  4. Die Giraffe und der Strohhut

    ab 6 Jahren, passt bis 8 Schwierigkeit: leicht

    Ben ist mit seiner großen Schwester Ida im Zoo. Ida trägt ihren neuen Strohhut. Er ist hellgelb und hat ein blaues Band.

    Am Giraffengehege ist es heiß. Ida nimmt den Hut ab. Sie legt ihn oben auf den hohen Holzpfosten am Zaun. Dafür muss sie sich ganz lang machen. Dann laufen die beiden zum Kiosk gegenüber und kaufen sich ein Eis.

    Als sie zurückkommen, ist der Hut weg! „Mein schöner Hut!“, ruft Ida.

    Ben schaut sich um. Am Zaun sitzt ein kleiner Junge mit einer Schirmmütze. Er ist höchstens drei Jahre alt und sammelt Steinchen in einen Eimer. Ein Mann schiebt einen Kinderwagen vorbei. Im Korb darunter liegen nur Windeln und eine Wasserflasche.

    Hinter dem Zaun steht Gisela, die Giraffe. Sie kaut und kaut und kaut. Neben ihren Hufen liegt etwas Blaues im Sand.

    Ben liest das Schild am Gehege: „Giraffen knabbern alles an, was nach Blättern und Heu aussieht. Auch Hüte aus Stroh! Bitte nichts auf den Zaun legen!“

    Deine Frage, Detektiv:

    Wo ist Idas Strohhut geblieben?

    Auflösung zeigen

    Gisela, die Giraffe, hat ihn sich geschnappt! Idas Hut ist aus Stroh. Und auf dem Schild steht: Giraffen knabbern alles an, was wie Heu aussieht, auch Hüte aus Stroh. Der Hut lag auf dem hohen Pfosten, genau vor Giselas Nase.

    Der kleine Junge kommt nie im Leben so hoch. Im Korb vom Kinderwagen liegen nur Windeln und eine Flasche. Und das Blaue neben Giselas Hufen ist das Band von Idas Hut.

    Eine Tierpflegerin holt den Rest des Hutes aus dem Gehege. Eine Ecke hat Gisela schon abgeknabbert. Ida lacht: „Nächstes Mal ziehe ich eine Mütze aus Stoff an.“

    Mit Hinweisen, zum Merken und Ausdrucken: Die Giraffe und der Strohhut

  5. Die Eier auf dem Heuboden

    ab 6 Jahren, passt bis 8 Schwierigkeit: mittel

    Lina macht Ferien auf dem Bauernhof von Tante Rosi. Jeden Morgen darf sie die Eier aus dem Hühnerstall holen. Das macht sie am liebsten.

    Die Hühner sind alle weiß. Nur Frieda ist braun mit weißen Punkten. Frieda legt jeden Tag ein Ei. Aber seit drei Tagen ist ihr Nest leer.

    „Wer nimmt bloß Friedas Eier weg?“, fragt Tante Rosi.

    Lina sieht sich um. Hofhund Bruno döst vor der Scheune. Sein Napf ist noch voll mit Futter. Kater Moritz liegt auf dem Dach in der Sonne. Und Cousin Tim? Der hilft seit dem frühen Morgen im Kuhstall. Er hat Matsch bis zu den Knien.

    Da hört Lina ein lautes Gackern aus der Scheune: „Gack, gack, gack, gaaack!“ So gackern Hühner, wenn sie gerade ein Ei gelegt haben. Aber alle weißen Hühner picken draußen auf dem Hof. Nur Frieda ist nirgends zu sehen.

    In der Scheune lehnt eine Leiter. Sie führt hinauf zum Heuboden. Auf der dritten Sprosse liegt eine kleine Feder. Sie ist braun mit weißen Punkten. Auf der fünften Sprosse liegt noch eine.

    Lina klettert vorsichtig hinauf.

    Deine Frage, Detektiv:

    Wo sind Friedas Eier, und wer hat sie dorthin gebracht?

    Auflösung zeigen

    Niemand hat die Eier weggenommen. Frieda hat sie selbst oben auf dem Heuboden gelegt!

    Die Federn auf der Leiter sind braun mit weißen Punkten. So sieht nur Frieda aus. Alle anderen Hühner sind weiß. Das laute Gackern aus der Scheune verrät: Dort hat gerade ein Huhn ein Ei gelegt. Und Frieda war als Einzige nicht auf dem Hof.

    Oben im weichen Heu sitzt Frieda in einem selbst gebauten Nest. Darin liegen vier Eier: drei von den letzten drei Tagen und ein ganz frisches von heute. Tante Rosi schmunzelt: „Frieda wollte wohl mal ihre Ruhe haben.“

    Mit Hinweisen, zum Merken und Ausdrucken: Die Eier auf dem Heuboden

  6. Die Dosen vom Dosenwerfen

    ab 6 Jahren, passt bis 8 Schwierigkeit: mittel

    Heute ist Schulfest! Die Klasse 2a macht das Dosenwerfen. Mats und seine Klasse haben zehn leere Dosen bunt angemalt. Eine hat ein Piratengesicht, eine ist gestreift wie ein Zebra. Die Dosen liegen in einem Karton hinter dem Stand.

    Kurz bevor es losgeht, will Mats die Dosen aufstellen. Doch der Karton ist leer!

    Frau Seidel, seine Lehrerin, kratzt sich am Kopf. „Vorhin hat hier jemand nach Bastelsachen gesucht“, sagt sie. „Aber ich habe nicht gesehen, wer.“

    Mats geht los. Neben dem Dosenwerfen gibt es drei andere Stände.

    Am Waffelstand der 4a riecht es herrlich. Dort stehen eine Schüssel mit Teig und ein Stapel Teller.

    Am Schminkstand der 3b liegen Pinsel und kleine Farbtöpfe. Ein Junge bekommt gerade ein Tigergesicht.

    Am Bastelstand der 1c hängt ein Schild: „Wir bauen Telefone, ganz ohne Strom und ohne Kabel!“ Auf dem Tisch liegen eine dicke Rolle Schnur, ein Hammer und ein paar Nägel. Herr Brandt, der Lehrer der 1c, hilft gerade einem Kind beim Knoten.

    Hinten auf dem Schulhof stehen zwei Kinder aus der 1c weit auseinander. Zwischen ihnen ist eine lange Schnur straff gespannt. Das eine Kind hält sich etwas ans Ohr. Das andere ruft in etwas hinein: „Hallo, hallo! Hörst du mich?“

    „Ja!“, ruft das erste Kind zurück. „Laut und deutlich!“

    Mats muss lachen. Jetzt weiß er, wo seine Dosen sind.

    Deine Frage, Detektiv:

    Wo sind die Dosen, und wer hat sie genommen?

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    Die Dosen sind am Bastelstand der 1c. Dort bauen die Kinder Dosentelefone: Mit Hammer und Nagel macht man ein kleines Loch in den Boden von zwei Dosen. Dann fädelt man eine Schnur hindurch und spannt sie straff. Jetzt kann man in die eine Dose sprechen und an der anderen Dose zuhören. Das verraten das Schild, die Schnur, die Nägel und die zwei Kinder auf dem Schulhof.

    Herr Brandt hat den Karton hinter dem Dosenwerfen für seine Bastelkiste gehalten. Er entschuldigt sich und bringt die Dosen zurück. Die haben jetzt zwar ein Loch im Boden. Aber umfallen können sie immer noch prima.

    Mit Hinweisen, zum Merken und Ausdrucken: Die Dosen vom Dosenwerfen

  7. Der verschwundene Kuchen

    ab 7 Jahren, passt bis 10 Schwierigkeit: leicht

    Oma Hilde hat einen Schokoladenkuchen gebacken. Er steht zum Abkühlen auf der Fensterbank in der Küche. Als sie nach einer halben Stunde nachsieht, fehlt ein großes Stück!

    Drei Leute waren in der Zeit im Haus. Opa Karl hat im Garten die Hecke geschnitten. Paul hat im Wohnzimmer mit Bausteinen gebaut. Und Mia hat im Kinderzimmer ein Bild gemalt.

    Oma Hilde geht durchs Haus. Opa Karl hat Erde an den Gummistiefeln. Paul sitzt zwischen lauter bunten Steinen. Mia malt gerade eine Sonne. An ihrem Mundwinkel klebt etwas Braunes.

    „Das ist nur Farbe!“, sagt Mia schnell. Oma Hilde schaut in den Malkasten. Gelb, Rot, Blau und Grün sind ganz benutzt. Das Braun ist noch völlig sauber.

    Deine Frage, Detektiv:

    Wer hat das Stück Kuchen genascht?

    Auflösung zeigen

    Mia war es! Sie sagt, das Braune an ihrem Mund sei Farbe. Aber das Braun in ihrem Malkasten ist noch ganz sauber. Sie hat heute gar nicht mit Braun gemalt. Das Braune ist Schokolade.

    Mit Hinweisen, zum Merken und Ausdrucken: Der verschwundene Kuchen

  8. Der Pokal im Vereinsheim

    ab 6 Jahren, passt bis 8 Schwierigkeit: leicht

    Lina spielt in der Fußballmannschaft ihres Sportvereins. Im Vereinsheim steht ein großer goldener Pokal. Den hat die Mannschaft im Sommer gewonnen. Er steht ganz oben auf einem Regal. Nur wer auf die Bank darunter steigt, kommt an ihn heran.

    Heute Morgen hat Herr Pohl, der Platzwart, diese Bank neu gestrichen. Jetzt ist sie leuchtend grün. Daneben steht ein Schild: „Frisch gestrichen! Nicht hinsetzen!“

    Nach dem Training ruft Trainerin Frau Okafor: „Der Pokal ist weg!“ Das Regal ist leer.

    Lina schaut sich die Mannschaft genau an. Wer war während des Trainings im Vereinsheim?

    „Ich nicht“, sagt Max. „Ich stand die ganze Zeit im Tor.“ Max ist von oben bis unten voller brauner Flecken. Er hat sich nach jedem Ball in den Matsch geworfen.

    „Ich auch nicht“, sagt Selin. „Ich war nur kurz am Rand und habe meine Schuhe zugebunden.“ Selin trägt eine rote Trainingshose. Die ist ganz sauber.

    „Ich war die ganze Zeit draußen und habe Bälle eingesammelt“, sagt Jakob. Dann dreht er sich um und holt seine Tasche. Hinten auf seiner weißen Sporthose sind zwei breite grüne Streifen. Und als er den Fuß hebt, sieht Lina: Auch seine Schuhsohlen sind ein bisschen grün.

    Lina muss grinsen. „Jakob“, sagt sie, „ich glaube, du hast dich auf etwas sehr Frisches gesetzt.“

    Deine Frage, Detektiv:

    Wer hat den Pokal geholt?

    Auflösung zeigen

    Jakob war es. Frische grüne Farbe gibt es heute nur an einer Stelle: an der Bank im Vereinsheim, direkt unter dem Pokal. Jakob hat grüne Streifen hinten auf der Hose und grüne Schuhsohlen. Er ist also auf die Bank gestiegen und hat sich danach auch noch draufgesetzt. Die Flecken bei Max sind nur brauner Matsch vom Torwartspielen.

    Jakob wollte niemandem etwas wegnehmen. Der Pokal war ganz staubig. Er wollte ihn heimlich zu Hause blank putzen, als Überraschung zu Frau Okafors Geburtstag. Am nächsten Tag steht der Pokal glänzend wieder im Regal. Und Jakobs Hose? Die hat jetzt für immer grüne Streifen. „Vereinsfarben“, sagt Jakob stolz.

    Mit Hinweisen, zum Merken und Ausdrucken: Der Pokal im Vereinsheim

  9. Der Ball hinter der Hecke

    ab 6 Jahren, passt bis 8 Schwierigkeit: mittel

    Nach der Schule spielen Noah, Jule, Kim und Ben Fußball. Sie spielen auf der Wiese vor dem Haus von Frau Yilmaz. Um ihren Vorgarten wächst eine dichte Hecke. Sie ist höher als jeder Papa. Von der Wiese aus sieht man nicht, was dahinter ist.

    Plötzlich fliegt der Ball hoch über die Hecke. Weg ist er! Noah läuft schnell nach Hause, um Wasser zu holen. Als er zurückkommt, liegt der Ball wieder auf der Wiese.

    Da geht das Gartentor auf. Frau Yilmaz kommt heraus. „Heute Vormittag habe ich neue Tulpen gepflanzt“, sagt sie. „Und jetzt sind zwei davon umgeknickt. Da ist ein Ball hineingeflogen. Wer von euch hat ihn geholt?“

    „Ich nicht!“, sagt Ben. „Ich war die ganze Zeit im Tor.“

    „Ich auch nicht!“, sagt Jule. „Ich habe gar nicht geschossen.“

    „Ich war’s auch nicht!“, sagt Kim. „Und so schlimm ist das doch nicht. Der Ball ist nur in die gelben Tulpen gefallen.“

    Noah denkt nach. Am Vormittag waren alle Kinder in der Schule. Erst danach haben sie gespielt. Und durch die Hecke kann niemand hindurchsehen.

    Deine Frage, Detektiv:

    Wer hat den Ball aus dem Garten von Frau Yilmaz geholt?

    Auflösung zeigen

    Kim war es! Sie weiß, dass der Ball in die gelben Tulpen gefallen ist. Aber das kann sie nur wissen, wenn sie selbst im Garten war: Die Tulpen sind erst heute Vormittag gepflanzt worden, als alle in der Schule waren. Und über die hohe Hecke kann niemand schauen.

    Kim gibt es zu. Sie hatte den Ball geschossen und ihn schnell zurückgeholt, weil sie Angst vor Ärger hatte. Frau Yilmaz ist nicht böse. „Hilfst du mir, zwei neue Tulpen zu pflanzen?“, fragt sie. Und das macht Kim gern.

    Mit Hinweisen, zum Merken und Ausdrucken: Der Ball hinter der Hecke

  10. Das Glöckchen im Schlafsaal

    ab 6 Jahren, passt bis 8 Schwierigkeit: leicht

    Die Klasse 2b ist auf Klassenfahrt im Jugendhaus am See. In Zimmer 4 schlafen Paula, Merle, Jule und Ida.

    Paula hat ihren Kuschelhasen Flocke dabei. Flocke trägt ein blaues Band um den Hals. Daran hängt ein kleines Glöckchen. Bei jeder Bewegung macht es leise „kling“.

    Schon im Bus ist Ida ganz still geworden. „Mein Kuschelhund Bruno liegt noch zu Hause auf dem Bett“, hat sie geflüstert.

    Am Abend gehen alle zum Lagerfeuer. Jule läuft kurz zurück ins Haus, weil sie ihre Jacke vergessen hat. Ein bisschen später geht auch Ida. „Ich bin müde“, sagt sie. „Ich gehe schon ins Bett.“ Merle und Paula bleiben bis zum Schluss am Feuer und singen.

    Als die beiden ins Zimmer kommen, ist Paulas Kissen leer. Flocke ist weg! Paula sucht unter dem Bett, im Koffer und hinter dem Vorhang. Keine Spur von Flocke.

    „Ich habe nur meine Jacke geholt“, sagt Jule. „Den Hasen habe ich nicht gesehen.“

    Ida liegt schon im Bett. Die Decke hat sie bis über die Ohren gezogen. „Ich schlafe schon fast“, murmelt sie. „Ich weiß von nichts.“

    Merle ist die Detektivin im Zimmer. Sie überlegt kurz. Dann sagt sie: „Wir machen jetzt das Licht aus. Und alle sind ganz, ganz leise.“

    Klick. Es ist dunkel. Jule dreht sich im Bett um. Ihr Bett macht „knarz“. Paula schnieft ein bisschen. Dann dreht sich Ida um. Und unter ihrer Decke macht es leise: „kling“.

    Merle lächelt im Dunkeln. Jetzt weiß sie Bescheid.

    Deine Frage, Detektiv:

    Wer hat Flocke?

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    Ida hat Flocke. Das verrät das Glöckchen: Als Ida sich im Dunkeln umdreht, macht es unter ihrer Decke leise „kling“. Aus Jules Bett kommt nur ein „knarz“. So klingt ein altes Bett, kein Glöckchen.

    Ida wollte Paula nicht ärgern. Ihr eigener Kuschelhund Bruno liegt zu Hause, und ohne Kuscheltier konnte sie einfach nicht einschlafen. Paula leiht ihr Flocke für diese eine Nacht. Und für die anderen Nächte bekommt Ida von Merle einen Plüschfrosch.

    Mit Hinweisen, zum Merken und Ausdrucken: Das Glöckchen im Schlafsaal

Alle Krimirätsel

Rätselheft zum Ausdrucken

Viele Rätsel auf einmal: Jedes Heft hat ein Deckblatt, eine Seite je Rätsel und alle Lösungen am Ende. Im Druckfenster kannst du es auch als PDF speichern.

So rätst du mit

Hör beim Vorlesen gut zu. Spitz die Ohren, wenn eine Farbe, ein Ort oder eine Uhrzeit vorkommt. Genau dort verstecken sich oft die Spuren. Wer schon ein bisschen schreiben oder malen kann, hält die Spuren auf einem Zettel fest.

Wenn die Frage kommt, macht ihr eine Pause. Jeder sagt, wen er im Verdacht hat und warum. Erst dann klappt ihr die Auflösung auf und schaut, wer richtig lag.

Für wen passt das?

Die Fälle sind leicht bis mittel und für Kinder ab 6 gedacht. Kinder in diesem Alter lösen sie am besten zusammen mit einem Erwachsenen, der vorliest. Gefährlich wird es nie: Niemand wird verletzt, und der „Täter“ hatte meist einen harmlosen Grund. Wer schon selbst liest, findet längere Fälle bei den Krimirätseln ab 8 Jahren.

Tipps für Eltern und Lehrkräfte

Ein Fall dauert vorgelesen nur wenige Minuten und passt gut vor das Einschlafen oder in den Morgenkreis. Lesen Sie langsam und betonen Sie nichts besonders, sonst verraten Sie die Spur. Fragen Sie nach: „Woran hast du das gemerkt?“ So lernen Kinder, ihren Verdacht zu begründen. Weitere Rätsel für dieses Alter finden Sie bei den Rätseln ab 6 Jahren.