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Mein Notizbuch

Rätselheft · 8 Krimirätsel

Krimirätsel für Kinder ab 10 Jahren

8 Krimirätsel für Kinder ab 10 Jahren in einem Heft: vorn ein Deckblatt, dann jedes Rätsel auf einer eigenen Seite und am Ende alle Lösungen.

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Das steht im Heft

  1. Die Stoppuhr in der Turnhalle
  2. Der vertauschte Rucksack
  3. Die verplapperte Überraschung
  4. Die Zeitung von Frau Lindner
  5. Kapitän Krümel im Watt
  6. Das letzte Eis im Gefrierfach
  7. Der Kürbis im Hinterhof
  8. Die Kirschen über dem Zaun

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Rätselheft

Krimirätsel für Kinder ab 10 Jahren

8 Krimirätsel · für Kinder ab 10 Jahren · mit Lösungen

Dieses Heft gehört:

Jedes Krimirätsel ist eine kleine Geschichte. Am Ende steht eine Frage, zum Beispiel: Wer hat das Stück Kuchen genascht? Jetzt bist du der Detektiv.

  • Lies die Geschichte langsam. Oft steckt die Lösung in einer Kleinigkeit: einer Farbe, einer Uhrzeit, einem Fußabdruck.
  • Denk nach, bevor du aufdeckst. Wer war wo? Wer sagt etwas, das nicht stimmen kann?
  • Hängst du fest, nimm einen Hinweis. Jeder Fall hat zwei bis vier Hinweise. Du kannst sie einzeln aufdecken. So bekommst du nur so viel Hilfe, wie du brauchst.
  • Zum Schluss deckst du die Auflösung auf. Sie erklärt, welcher Hinweis zur Lösung führt.
  1. Die Stoppuhr in der Turnhalle Nr. 1
  2. Der vertauschte Rucksack Nr. 2
  3. Die verplapperte Überraschung Nr. 3
  4. Die Zeitung von Frau Lindner Nr. 4
  5. Kapitän Krümel im Watt Nr. 5
  6. Das letzte Eis im Gefrierfach Nr. 6
  7. Der Kürbis im Hinterhof Nr. 7
  8. Die Kirschen über dem Zaun Nr. 8
  9. Lösungen am Ende

Alle Rätsel stammen von knobelbande.de. Dort gibt es sie auch zum Spielen.
knobelbande.de/raetsel/krimiraetsel/hefte/ab-10-jahren/

Krimirätsel für Kinder ab 10 Jahren · Nr. 1 von 8 knobelbande.de

Aus knobelbande.de: Rätsel für Kinder

Krimirätsel

Die Stoppuhr in der Turnhalle

ab 10 Jahren, passt bis 12 Schwierigkeit: mittel

  • mit Auflösung
  • zum Ausdrucken

Draußen sind es sechs Grad unter null. Auf dem Sportplatz liegt Schnee. Amiras Handballmannschaft hat deshalb Training in der warmen Turnhalle.

„Zum Aufwärmen lauft ihr drei Runden draußen um den Platz“, sagt Trainer Herr Albers. „Danach stoppen wir Sprints.“ Er legt seine Stoppuhr auf die Bank neben der Hallentür. Ole bindet sich dort noch schnell die Schuhe zu, dann rennen alle los. Herr Albers wirft einen letzten Blick auf die Bank. Die Stoppuhr liegt da. Dann geht er in sein Büro, um die Liste für die Sprints zu holen.

Amira trägt eine Brille. Im Winter ärgert sie sich jedes Mal darüber: Kommt sie aus der Kälte ins Warme, beschlägt die Brille sofort. Dann sieht sie ein paar Minuten lang nur Nebel.

So ist es auch heute. Nach drei Runden kommt sie mit Paulina und Ole keuchend in die Halle zurück und sieht erst einmal gar nichts. Sie wartet. Erst nach einer ganzen Weile werden die Gläser langsam wieder klar. In diesem Moment ruft Herr Albers: „Wo ist meine Stoppuhr?“ Die Bank ist leer.

„Ich habe mir vor dem Laufen an der Bank die Schuhe zugebunden“, sagt Ole. „Aber die Uhr habe ich nicht angefasst. Und danach bin ich mit Amira und Paulina gelaufen.“

Paulina hat rote Backen und Schnee auf der Mütze. „Ich bin die ganze Zeit neben Amira gelaufen.“ Amira nickt.

Henrik steht an der Hallentür. Er trägt auch eine Brille. „Ich bin ganz hinten gelaufen“, sagt er. „Ich bin gerade eben erst reingekommen.“

Amira schaut ihn an. Ihre eigene Brille ist eben erst wieder klar geworden. Henriks Gläser sind blitzblank. Kein bisschen Nebel.

Deine Frage, Detektiv:

Wer hat die Stoppuhr genommen?

Hinweis 1

Was passiert mit einer Brille, wenn man aus der Kälte ins Warme kommt?

Hinweis 2

Wie lange dauert es bei Amira, bis die Brille wieder klar ist?

Hinweis 3

Wer sagt, dass er gerade eben aus der Kälte kommt? Wie müsste seine Brille dann aussehen?

Hinweis 4

Lag die Stoppuhr noch auf der Bank, als Ole schon draußen war?

Auflösung zeigen

Fall gelöst

Henrik hat die Stoppuhr genommen. Kalte Brillengläser beschlagen in einem warmen Raum, weil sich die feuchte, warme Luft an ihnen als winzige Wassertröpfchen absetzt. Bei Amira dauert es eine ganze Weile, bis der Nebel wieder weg ist. Wäre Henrik gerade eben hereingekommen, müsste seine Brille noch beschlagen sein. Sie ist aber völlig klar. Also war er schon länger in der warmen Halle. Ole kann es nicht gewesen sein: Als alle losgelaufen waren, lag die Stoppuhr noch auf der Bank, und danach war er die ganze Zeit mit Amira und Paulina draußen.

Henrik hatte nach einer halben Runde Seitenstechen und ist umgekehrt. Das war ihm peinlich. Damit er wenigstens etwas tut, hat er durchs Fenster die Rundenzeiten der anderen gestoppt. Als er Herrn Albers kommen hörte, hat er die Uhr schnell in die Jackentasche gesteckt. „Seitenstechen hat jeder mal“, sagt Herr Albers. „Nächstes Mal sagst du Bescheid. Und die Zeiten trägst du gleich in die Liste ein.“

Deine Auflösung:

Hinweise, falls du nicht weiterkommst:

  1. Was passiert mit einer Brille, wenn man aus der Kälte ins Warme kommt?
  2. Wie lange dauert es bei Amira, bis die Brille wieder klar ist?
  3. Wer sagt, dass er gerade eben aus der Kälte kommt? Wie müsste seine Brille dann aussehen?
  4. Lag die Stoppuhr noch auf der Bank, als Ole schon draußen war?

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Krimirätsel für Kinder ab 10 Jahren · Nr. 2 von 8 knobelbande.de

Aus knobelbande.de: Rätsel für Kinder

Krimirätsel

Der vertauschte Rucksack

ab 10 Jahren, passt bis 12 Schwierigkeit: schwer

  • mit Auflösung
  • zum Ausdrucken

Nele wartet mit Opa im Bahnhof von Grünstadt. Sie fahren zu Tante Ines. In der Wartehalle stellt Nele ihren grünen Rucksack auf die lange Bank und holt sich am Kiosk eine Brezel. Auf der Bank stehen noch mehr Rucksäcke. Als Nele zurückkommt, schnappt sie sich ihren und setzt sich zu Opa.

Um 10:10 Uhr will sie ihr Buch herausholen. Doch im Rucksack liegen fremde Sachen: eine Schwimmbrille, ein Sternenbuch und eine Fahrkarte. Darauf steht: „Kinderfahrkarte. Grünstadt nach Seeburg. Abfahrt 10:20 Uhr.“

„Ich habe den falschen Rucksack!“, ruft Nele. „Und jemand anderes hat meinen.“

Opa zeigt auf die große Anzeigetafel:

10:05 Uhr nach Lindenau, Gleis 1, heute 10 Minuten später. 10:20 Uhr nach Seeburg, heute von Gleis 1 statt von Gleis 4. 10:25 Uhr nach Bergheim, Gleis 3.

Nele erinnert sich an drei Leute, die vorhin mit grünen Rucksäcken an der Bank waren.

Ein Junge mit Fußballschuhen am Rucksack. Er steht jetzt auf Gleis 3 und erzählt seinem Freund: „Gleich geht’s nach Bergheim zum Turnier!“

Eine Frau mit Wanderstöcken. Sie steht allein auf Gleis 1 und telefoniert: „Ich komme mit dem Zug nach Seeburg. Bis gleich!“

Ein Mädchen mit Zopf, ungefähr in Neles Alter. Sie sitzt ganz allein auf Gleis 4 und schaut immer wieder auf die Uhr. Vorhin an der Bank hat Nele gehört, wie sie ins Telefon sagte: „Ich fahre nach Seeburg ins Ferienlager.“

Deine Frage, Detektiv:

Wer hat Neles Rucksack, und warum muss Nele sich beeilen?

Hinweis 1

Wohin fährt der Mensch, dem der fremde Rucksack gehört?

Hinweis 2

Was für eine Fahrkarte liegt im Rucksack? Eine für Erwachsene oder für Kinder?

Hinweis 3

Lies die Anzeigetafel genau. Steht wirklich jeder am richtigen Gleis?

Auflösung zeigen

Fall gelöst

Das Mädchen mit dem Zopf auf Gleis 4 hat Neles Rucksack!

Die Fahrkarte im fremden Rucksack geht nach Seeburg. Der Junge fährt nach Bergheim, er scheidet also aus. Nach Seeburg wollen die Frau und das Mädchen. Aber auf der Fahrkarte steht „Kinderfahrkarte“. Die Frau ist erwachsen, also gehört die Karte dem Mädchen.

Und jetzt kommt es auf jede Minute an: Der Zug nach Seeburg fährt heute von Gleis 1, nicht von Gleis 4. Das Mädchen wartet am falschen Gleis! Sie hat die Änderung nicht bemerkt. Und ihre Fahrkarte steckt in dem Rucksack, den Nele in der Hand hat.

Nele flitzt los. Die beiden tauschen ihre Rucksäcke und lachen. Gemeinsam rennen sie zu Gleis 1. Um 10:20 Uhr sitzt das Mädchen im richtigen Zug, mit der richtigen Fahrkarte.

Deine Auflösung:

Hinweise, falls du nicht weiterkommst:

  1. Wohin fährt der Mensch, dem der fremde Rucksack gehört?
  2. Was für eine Fahrkarte liegt im Rucksack? Eine für Erwachsene oder für Kinder?
  3. Lies die Anzeigetafel genau. Steht wirklich jeder am richtigen Gleis?

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Krimirätsel für Kinder ab 10 Jahren · Nr. 3 von 8 knobelbande.de

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Krimirätsel

Die verplapperte Überraschung

ab 10 Jahren, passt bis 12 Schwierigkeit: schwer

  • mit Auflösung
  • zum Ausdrucken

Pias beste Freundin Jana hat am Samstag Geburtstag. Pia plant eine Überraschungsparty. Am Montag weiht sie drei Freunde ein: Ole, Mira und Kemal. „Samstag um drei auf dem Spielplatz“, flüstert sie. „Es gibt Schokokuchen. Aber kein Wort zu Jana!“

Am Mittwoch meldet der Wetterbericht Regen für Samstag. Pia ändert den Plan: Die Party findet in der Garage ihrer Eltern statt. Und weil Jana Erdbeeren über alles liebt, backt Pias Mama einen Erdbeerkuchen statt Schokokuchen.

Ole erfährt es am Mittwoch in der großen Pause. Mira ruft Pia am Mittwochabend an, und Pia erzählt ihr alles. Nur Kemal ist am Mittwoch und Donnerstag krank zu Hause. „Dem sage ich es am Freitag“, denkt Pia. Am Mittwochabend fragt Jana noch ganz ahnungslos, was Pia am Samstag vorhat.

Am Donnerstagnachmittag hüpft Jana auf Pia zu. Ihre Augen leuchten. „Ich weiß etwas!“, ruft sie. „Am Samstag gibt es eine Überraschung für mich. Auf dem Spielplatz! Mit Schokokuchen!“

Pia wird blass. Wer hat sich verplappert? Ole sitzt in der Schule direkt neben Jana. Mira fährt jeden Tag mit Jana im selben Bus. Und Kemal? Der lag doch im Bett.

Am Abend fragt Pia ihre Mama: „Weißt du, wer heute Kemal die Hausaufgaben gebracht hat?“

„Na, Jana“, sagt Mama. „Sie wohnt doch direkt neben ihm.“

Pia denkt kurz nach. Dann fängt sie an zu grinsen. Die Überraschung ist gar nicht verdorben.

Deine Frage, Detektiv:

Wer hat sich verplappert, und warum ist die Überraschung trotzdem nicht verdorben?

Hinweis 1

Wer wusste am Donnerstag noch nichts vom neuen Plan?

Hinweis 2

Jana spricht vom Spielplatz und vom Schokokuchen. Welcher Plan ist das: der alte oder der neue?

Hinweis 3

Wer hat am Donnerstag Kemal besucht?

Auflösung zeigen

Fall gelöst

Kemal hat sich verplappert. Jana kennt nur den alten Plan: Spielplatz und Schokokuchen. Am Mittwochabend wusste sie noch nichts, also hat sie es erst am Donnerstag erfahren. Ole und Mira wussten da schon vom neuen Plan mit Garage und Erdbeerkuchen. Hätte einer von ihnen etwas verraten, dann hätte Jana von der Garage gesprochen. Nur Kemal kannte noch den alten Plan, weil er krank war. Und am Donnerstag hat Jana ihm die Hausaufgaben gebracht. Da ist es ihm vor Freude herausgerutscht.

Die Überraschung ist trotzdem gerettet: Jana rechnet mit dem Spielplatz und mit Schokokuchen. Dass die Party in der Garage stattfindet und es Erdbeerkuchen gibt, ahnt sie nicht. Am Samstag staunt sie doppelt. Und Kemal ist so erleichtert, dass er die Girlanden ganz allein aufhängt.

Deine Auflösung:

Hinweise, falls du nicht weiterkommst:

  1. Wer wusste am Donnerstag noch nichts vom neuen Plan?
  2. Jana spricht vom Spielplatz und vom Schokokuchen. Welcher Plan ist das: der alte oder der neue?
  3. Wer hat am Donnerstag Kemal besucht?

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Krimirätsel für Kinder ab 10 Jahren · Nr. 4 von 8 knobelbande.de

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Krimirätsel

Die Zeitung von Frau Lindner

ab 10 Jahren, passt bis 12 Schwierigkeit: schwer

  • mit Auflösung
  • zum Ausdrucken

Frau Lindner wohnt im Haus neben Tarek. Jeden Morgen um sechs Uhr legt der Zeitungsbote ihre Zeitung auf die Fußmatte vor ihrer Tür. Sie hat keinen Briefkasten mit Zeitungsrohr. Um halb acht holt Frau Lindner die Zeitung herein. So ist es jeden Tag, auch am Samstag.

Doch seit zwei Wochen ist die Zeitung von Montag bis Freitag verschwunden, wenn Frau Lindner um halb acht die Tür öffnet. Nur am Samstag liegt sie brav auf der Matte.

Tarek will den Fall lösen. Er schreibt auf, wer morgens an Frau Lindners Haus vorbeikommt.

Lea, die Studentin aus dem Nachbarhaus, joggt jeden Morgen um sieben Uhr die Straße entlang. Jeden Tag, auch am Samstag. „Bei Wind und Wetter“, sagt sie stolz.

Die Postbotin kommt immer erst gegen Mittag.

Herr Wendt von gegenüber geht mit seinem Hund Bello spazieren. Von Montag bis Freitag um sieben Uhr. Am Samstag schläft er aus, dann gehen die beiden erst um acht. Seine eigene Zeitung steckt in seinem Briefkasten. „Bello ist ein Schatz“, erzählt Herr Wendt. „Er bringt mir jeden Morgen ein Geschenk mit. Mal ein Stöckchen, mal einen Tannenzapfen. Und neulich so viel Papier! Die ganze Werbung trägt er mir ins Haus!“

Am Freitag findet Tarek eine Ecke Zeitungspapier am Gartenweg. Sie ist feucht, und man sieht kleine Zahnabdrücke.

Deine Frage, Detektiv:

Wer nimmt die Zeitung von Frau Lindner mit?

Hinweis 1

An welchem Tag ist die Zeitung nicht verschwunden? Wer kommt an diesem Tag zu einer anderen Zeit vorbei?

Hinweis 2

Lea joggt jeden Tag um sieben. Würde dann auch am Samstag etwas fehlen?

Hinweis 3

Was trägt Bello gerne nach Hause? Und wie sieht die Papierecke am Gartenweg aus?

Auflösung zeigen

Fall gelöst

Es ist Bello, der Hund von Herrn Wendt! Der entscheidende Hinweis ist der Samstag. Die Zeitung liegt jeden Tag ab sechs Uhr auf der Matte. Lea joggt jeden Tag um sieben, auch am Samstag. Wäre sie es, würde die Zeitung auch am Samstag fehlen. Die Postbotin kommt erst mittags.

Nur Herr Wendt und Bello kommen am Samstag später, um acht Uhr. Dann hat Frau Lindner ihre Zeitung schon um halb acht hereingeholt. Von Montag bis Freitag kommen die beiden aber um sieben vorbei, also bevor Frau Lindner aufmacht. Die feuchte Papierecke mit den Zahnabdrücken passt dazu.

Bello wollte nichts Böses. Er bringt Herrchen eben gern Geschenke mit. Und Herr Wendt dachte, das viele Papier sei Werbung. Jetzt bekommt Frau Lindner ein Zeitungsrohr am Zaun. Und Bello bekommt jeden Morgen ein extra großes Stöckchen.

Deine Auflösung:

Hinweise, falls du nicht weiterkommst:

  1. An welchem Tag ist die Zeitung nicht verschwunden? Wer kommt an diesem Tag zu einer anderen Zeit vorbei?
  2. Lea joggt jeden Tag um sieben. Würde dann auch am Samstag etwas fehlen?
  3. Was trägt Bello gerne nach Hause? Und wie sieht die Papierecke am Gartenweg aus?

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Krimirätsel für Kinder ab 10 Jahren · Nr. 5 von 8 knobelbande.de

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Krimirätsel

Kapitän Krümel im Watt

ab 10 Jahren, passt bis 12 Schwierigkeit: schwer

  • mit Auflösung
  • zum Ausdrucken

Die Klasse 6b ist auf Klassenfahrt an der Nordsee. Mit dabei ist Kapitän Krümel, das Klassenmaskottchen: eine Plüschmöwe mit Matrosenmütze. Krümel sitzt im Aufenthaltsraum der Jugendherberge auf dem Fensterbrett.

Am Mittwochnachmittag ist Krümel plötzlich verschwunden. Beim Abendessen sitzt er wieder auf seinem Platz, als wäre nichts gewesen. Und an der Pinnwand hängt ein neues Foto aus der Sofortbildkamera der Klasse: Krümel thront auf einem Holzpfahl weit draußen im Watt. Rundherum glänzt nasser Sand mit kleinen Pfützen und den Sandkringeln der Wattwürmer. Vom Meer ist nichts zu sehen.

Greta will wissen, wer Krümel auf Reisen geschickt hat. Die Kamera kann man bei Frau Berger ausleihen. In ihrer Liste steht für Mittwoch:

13 bis 15 Uhr: Malik, Wattwanderung mit dem Wattführer. 15 bis 17 Uhr: Sophie, Ausflug ins Dorf zum Fischereimuseum. 18 bis 19:30 Uhr: Jannik, Abendspaziergang auf dem Deich.

Im Flur hängt der Gezeitenkalender. Für Mittwoch steht dort: Niedrigwasser 13:40 Uhr, Hochwasser 19:55 Uhr.

Greta erinnert sich, was der Wattführer bei der Wanderung über den Holzpfahl erzählt hat: „Der steht trocken, solange Ebbe ist. Das ist etwa drei Stunden vor und drei Stunden nach Niedrigwasser. Danach kommt die Flut. Zum Hochwasser hin steht er fast bis oben im Meer.“

Beim Abendessen fragt Greta herum.

„Den Pfahl habe ich vom Deich aus gesehen“, sagt Jannik. „Aber ins Watt darf man ja nicht allein. Ich habe nur den Sonnenuntergang fotografiert.“

„Ich habe im Museum ein altes Fischerboot fotografiert“, sagt Sophie.

Malik zuckt mit den Schultern. „Ich habe Wattwürmer fotografiert.“ Dabei schaut er sehr angestrengt auf seinen Teller.

Deine Frage, Detektiv:

Wer hat das Foto von Kapitän Krümel gemacht?

Hinweis 1

Bis wann ungefähr liegt der Holzpfahl am Mittwoch trocken?

Hinweis 2

Wer hatte die Kamera, während der Pfahl trocken stand?

Hinweis 3

Wer von den dreien war zu dieser Zeit überhaupt in der Nähe des Pfahls?

Auflösung zeigen

Fall gelöst

Malik hat das Foto gemacht. Auf dem Bild steht der Pfahl im trockenen Watt. Niedrigwasser war um 13:40 Uhr. Etwa drei Stunden davor und danach liegt der Pfahl trocken, also ungefähr von 10:40 bis 16:40 Uhr.

Jannik hatte die Kamera erst ab 18 Uhr. Da war schon längst Flut, und der Pfahl stand im Wasser. Sophie hatte die Kamera zwar noch bei Ebbe, aber sie war im Dorf im Museum und gar nicht im Watt. Nur Malik war mit Kamera im Watt, und zwar genau um die Zeit des Niedrigwassers.

Malik wollte für das Klassentagebuch ein Urlaubsfoto von Krümel machen. Er hat ihn heimlich in der Jacke mitgenommen und vergessen, vorher zu fragen. Die Klasse findet die Idee so gut, dass Krümel ab jetzt bei jedem Ausflug ein Foto bekommt.

Deine Auflösung:

Hinweise, falls du nicht weiterkommst:

  1. Bis wann ungefähr liegt der Holzpfahl am Mittwoch trocken?
  2. Wer hatte die Kamera, während der Pfahl trocken stand?
  3. Wer von den dreien war zu dieser Zeit überhaupt in der Nähe des Pfahls?

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Krimirätsel für Kinder ab 10 Jahren · Nr. 6 von 8 knobelbande.de

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Krimirätsel

Das letzte Eis im Gefrierfach

ab 10 Jahren, passt bis 12 Schwierigkeit: schwer

  • mit Auflösung
  • zum Ausdrucken

Selma ist übers Wochenende bei ihrer Tante zu Besuch. Am Sonntag soll es im Garten ein Federball-Turnier geben. Onkel Jens hat einen Preis versprochen: das letzte Erdbeereis am Stiel aus dem Gefrierschrank in der Abstellkammer.

Beim Mittagessen stöhnt Selmas Cousin Fynn: „Am Mittwoch ist Klavierstunde, und ich kann den Libellentanz immer noch nicht. An der schweren Stelle in der Mitte verhaspele ich mich jedes Mal. Frau Sommer hat mir das Stück auf mein Tablet gespielt, damit ich höre, wie es richtig klingt.“ Bis Montag muss Fynn auch noch für die Schule ein Floß aus Eisstielen basteln. „Ein einziger Stiel fehlt mir noch“, sagt er.

Um drei Uhr holt Onkel Jens Federbälle aus der Abstellkammer. Das Eis liegt noch im Gefrierschrank. Dann fährt er zum Baumarkt.

Um vier Uhr soll das Turnier beginnen. Onkel Jens öffnet den Gefrierschrank. Das Eis ist weg!

Verdächtig sind die beiden, die zu Hause waren: Fynn und seine Schwester Ida.

Ida sagt: „Ich war die ganze Stunde bei Nele nebenan. Wir haben im Garten eine Höhle gebaut.“ Neles Vater nickt über den Zaun. „Stimmt. Ich saß daneben auf der Terrasse. Die zwei waren keine Minute weg.“

Fynn sagt: „Ich habe von drei bis vier im Wohnzimmer Klavier geübt. Frag Mama.“ Die Tür vom Wohnzimmer war zu. Tante Bea saß oben am Schreibtisch. „Ich habe ihn die ganze Zeit spielen hören“, sagt sie. „Immer wieder den Libellentanz. Er wird richtig gut! Heute hat er sich kein einziges Mal verspielt, nicht mal an der schweren Stelle in der Mitte.“

Selma geht ins Wohnzimmer. Das Klavier ist zugeklappt. Obendrauf liegt Fynns Tablet. Es ist noch warm.

Deine Frage, Detektiv:

Wer hat das Eis genommen, und welches Alibi hält nicht?

Hinweis 1

Wer kann für die Zeit von drei bis vier jemanden nennen, der sie gesehen hat? Und wer wurde nur gehört?

Hinweis 2

Was erzählt Fynn beim Mittagessen über die schwere Stelle in der Mitte?

Hinweis 3

Was hat Frau Sommer auf Fynns Tablet gespielt?

Hinweis 4

Wofür könnte jemand einen Eisstiel brauchen?

Auflösung zeigen

Fall gelöst

Fynn hat das Eis gegessen. Idas Alibi hält: Neles Vater hat sie die ganze Stunde gesehen. Fynn dagegen hat niemand gesehen, Tante Bea hat ihn nur gehört.

Der entscheidende Hinweis ist die schwere Stelle. Fynn sagt selbst, dass er sich dort jedes Mal verhaspelt. Heute klang das Stück aber ohne einen einzigen Fehler. So spielt nur Frau Sommer. Ihre Aufnahme ist auf Fynns Tablet. Fynn hat sie immer wieder abgespielt, und das warme Tablet auf dem Klavier passt dazu.

Fynn wird rot. „Ich brauchte doch den letzten Stiel für mein Floß. Ich dachte, das Eis gewinne ich sowieso nicht.“ Onkel Jens muss lachen. „Dann spielen wir heute um den Abwasch.“ Und am Abend übt Fynn die schwere Stelle, diesmal wirklich selbst.

Deine Auflösung:

Hinweise, falls du nicht weiterkommst:

  1. Wer kann für die Zeit von drei bis vier jemanden nennen, der sie gesehen hat? Und wer wurde nur gehört?
  2. Was erzählt Fynn beim Mittagessen über die schwere Stelle in der Mitte?
  3. Was hat Frau Sommer auf Fynns Tablet gespielt?
  4. Wofür könnte jemand einen Eisstiel brauchen?

Zum Ausdrucken die Druckfunktion deines Browsers nehmen. Die Auflösung steht dann unten auf dem Kopf. Im Druckfenster kannst du auch „Als PDF speichern“ wählen.

Krimirätsel für Kinder ab 10 Jahren · Nr. 7 von 8 knobelbande.de

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Krimirätsel

Der Kürbis im Hinterhof

ab 10 Jahren, passt bis 12 Schwierigkeit: schwer

  • mit Auflösung
  • zum Ausdrucken

Im Hinterhof von Jules Wohnhaus gibt es ein Beet, um das sich alle Nachbarn gemeinsam kümmern. Darin ist in diesem Jahr ein riesiger Kürbis gewachsen. Alle nennen ihn Bruno. Heute Nachmittag ist das Hoffest, und dann soll Bruno gewogen werden.

Heute ist der letzte Sonntag im Oktober. In der Nacht wurden die Uhren von der Sommerzeit auf die Winterzeit zurückgestellt: Um drei Uhr war es plötzlich wieder zwei Uhr.

Um sieben Uhr holt Jule beim Bäcker an der Ecke Brötchen. Auf der Theke steht ein Schild: „Unsere Kasse kann sich nicht selbst umstellen. Bis morgen geht sie eine Stunde vor!“ Tatsächlich steht auf Jules Kassenzettel 8:04 Uhr.

Um halb acht schaut Frau Öztürk vom Balkon in den Hof. Bruno liegt im Beet. Das weiß sie genau, denn gerade kamen im Küchenradio die Nachrichten. Um halb neun schaut Jule aus dem Fenster. Das Beet ist leer! Nur eine breite Spur führt durch das feuchte Gras zur Kellertür.

Am Abend vorher hatten zwei Kinder lange vor dem Beet gestanden und getuschelt: Jannik und Lena.

Jannik hatte heute ein Fußballspiel. „Treffpunkt war um Viertel nach sieben am Vereinsheim“, sagt er. „Ich war bis zehn dort.“ Sein Trainer bestätigt das am Telefon: Jannik war pünktlich und die ganze Zeit dabei.

Lena sagt: „Ich war um acht beim Bäcker Brötchen holen. Danach habe ich oben gefrühstückt.“ Sie zieht einen Kassenzettel aus der Jackentasche. Darauf steht 8:12 Uhr.

Jule sieht genauer hin. An Lenas Ärmel klebt ein heller, flacher Kern.

Deine Frage, Detektiv:

Wer hat Bruno aus dem Beet geholt, und welches Alibi hält nicht?

Hinweis 1

Was ist in der Nacht mit den Uhren passiert?

Hinweis 2

Was stand auf dem Schild beim Bäcker, und welche Uhrzeit steht auf Jules eigenem Zettel?

Hinweis 3

Rechne die Uhrzeit auf jedem Kassenzettel um.

Hinweis 4

In welcher Zeit muss Bruno verschwunden sein? Und wer hat für genau diese Zeit ein Alibi?

Auflösung zeigen

Fall gelöst

Lena hat Bruno geholt. Der entscheidende Hinweis ist der Kassenzettel. Die Kasse beim Bäcker geht seit der Zeitumstellung eine Stunde vor. Jule war um sieben dort, und auf ihrem Zettel steht 8:04. Auf Lenas Zettel steht 8:12. Lena war also in Wirklichkeit schon um 7:12 Uhr beim Bäcker. Das war lange, bevor Frau Öztürk um halb acht den Kürbis noch im Beet gesehen hat.

Für die Zeit von halb acht bis halb neun hat Lena also kein Alibi. Jannik schon: Er war von Viertel nach sieben bis zehn beim Fußball, das sagt sein Trainer. Der Kürbiskern an Lenas Ärmel passt dazu.

Am Nachmittag rollt Lena mit ihrer Mutter etwas aus dem Keller. Bruno ist jetzt eine riesige Laterne mit einem grinsenden Gesicht! „Das sollte eine Überraschung sein“, sagt Lena. Gewogen wird er trotzdem. Und die Kerne kommen gleich wieder ins Beet, für das nächste Jahr.

Deine Auflösung:

Hinweise, falls du nicht weiterkommst:

  1. Was ist in der Nacht mit den Uhren passiert?
  2. Was stand auf dem Schild beim Bäcker, und welche Uhrzeit steht auf Jules eigenem Zettel?
  3. Rechne die Uhrzeit auf jedem Kassenzettel um.
  4. In welcher Zeit muss Bruno verschwunden sein? Und wer hat für genau diese Zeit ein Alibi?

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Krimirätsel für Kinder ab 10 Jahren · Nr. 8 von 8 knobelbande.de

Aus knobelbande.de: Rätsel für Kinder

Krimirätsel

Die Kirschen über dem Zaun

ab 10 Jahren, passt bis 12 Schwierigkeit: schwer

  • mit Auflösung
  • zum Ausdrucken

Es sind Sommerferien. Mats geht am Freitagvormittag ins Freibad. An der Kasse drückt ihm Herr Polat einen Stempel auf den Handrücken: eine kleine blaue Ente. „Jeden Tag gibt es ein anderes Tier“, erklärt er. „Damit keiner mit dem Stempel von gestern hineinschummelt. Gestern war es ein grüner Frosch.“ Mats reibt an der Ente. „Die gehen kaum ab“, lacht Herr Polat. „Die halten bis übermorgen.“

Am Nachmittag ist Mats wieder zu Hause. Über dem Gartenzaun von Herrn Wolff hängt ein dicker Ast seines Kirschbaums. Morgen will Herr Wolff ein Kirschenfest feiern, und alle Kinder der Straße dürfen mitpflücken.

Um vier Uhr steht Herr Wolff ratlos am Zaun. „Um zwei war der Ast noch voller Kirschen. Jetzt ist er leer gepflückt!“

Mats überlegt. Gestern haben Ben und Carla am Zaun gestanden und gesagt, wie gern sie Kirschen mögen. Er fragt beide.

Carla war von halb zwei bis halb fünf im Tierheim und ist mit den Hunden spazieren gegangen. Das macht sie jeden Freitag. Frau Lenz vom Tierheim bestätigt es am Telefon: „Carla war die ganze Zeit hier. Sie hat mit Rocky und Krümel die große Runde gedreht.“

Ben streckt Mats seine Hand hin. „Ich war den ganzen Nachmittag im Freibad. Hier, der Stempel!“ Auf seinem Handrücken ist ein grüner Frosch, schon ein bisschen blass. Bens Fingerspitzen sind rötlich. „Himbeereis“, sagt er schnell.

Deine Frage, Detektiv:

Wer hat die Kirschen gepflückt, und welches Alibi hält nicht?

Hinweis 1

Was sagt Herr Polat über die Stempel? Warum gibt es jeden Tag ein anderes Tier?

Hinweis 2

Welches Tier gab es heute, welches gestern?

Hinweis 3

Schau dir jeden Stempel genau an: Von welchem Tag ist er?

Auflösung zeigen

Fall gelöst

Ben hat die Kirschen gepflückt. Der entscheidende Hinweis ist der Stempel. Heute gibt es im Freibad eine blaue Ente, Mats hat sie selbst auf der Hand. Ben hat aber einen grünen Frosch, und den gab es gestern. Weil die Stempel kaum abgehen, ist er noch zu sehen. Ben war also gestern im Freibad, nicht heute. Für heute Nachmittag hat er kein Alibi.

Carlas Alibi hält: Frau Lenz vom Tierheim hat sie von halb zwei bis halb fünf gesehen. Und Bens rote Fingerspitzen kommen nicht vom Himbeereis, sondern vom Kirschensaft.

Ben gibt es zu. „Ich wollte mit Oma einen Kirschkuchen für das Fest backen. Als Überraschung für Herrn Wolff.“ Herr Wolff lacht. „Dann ist ja alles gut. Nächstes Mal fragst du vorher. Und morgen pflücken wir die oberen Äste zusammen.“

Deine Auflösung:

Hinweise, falls du nicht weiterkommst:

  1. Was sagt Herr Polat über die Stempel? Warum gibt es jeden Tag ein anderes Tier?
  2. Welches Tier gab es heute, welches gestern?
  3. Schau dir jeden Stempel genau an: Von welchem Tag ist er?

Zum Ausdrucken die Druckfunktion deines Browsers nehmen. Die Auflösung steht dann unten auf dem Kopf. Im Druckfenster kannst du auch „Als PDF speichern“ wählen.

Krimirätsel für Kinder ab 10 Jahren · Lösungen knobelbande.de

Lösungen

  1. Nr. 1: Die Stoppuhr in der Turnhalle

    Henrik hat die Stoppuhr genommen. Kalte Brillengläser beschlagen in einem warmen Raum, weil sich die feuchte, warme Luft an ihnen als winzige Wassertröpfchen absetzt. Bei Amira dauert es eine ganze Weile, bis der Nebel wieder weg ist. Wäre Henrik gerade eben hereingekommen, müsste seine Brille noch beschlagen sein. Sie ist aber völlig klar. Also war er schon länger in der warmen Halle. Ole kann es nicht gewesen sein: Als alle losgelaufen waren, lag die Stoppuhr noch auf der Bank, und danach war er die ganze Zeit mit Amira und Paulina draußen.

    Henrik hatte nach einer halben Runde Seitenstechen und ist umgekehrt. Das war ihm peinlich. Damit er wenigstens etwas tut, hat er durchs Fenster die Rundenzeiten der anderen gestoppt. Als er Herrn Albers kommen hörte, hat er die Uhr schnell in die Jackentasche gesteckt. „Seitenstechen hat jeder mal“, sagt Herr Albers. „Nächstes Mal sagst du Bescheid. Und die Zeiten trägst du gleich in die Liste ein.“

  2. Nr. 2: Der vertauschte Rucksack

    Das Mädchen mit dem Zopf auf Gleis 4 hat Neles Rucksack!

    Die Fahrkarte im fremden Rucksack geht nach Seeburg. Der Junge fährt nach Bergheim, er scheidet also aus. Nach Seeburg wollen die Frau und das Mädchen. Aber auf der Fahrkarte steht „Kinderfahrkarte“. Die Frau ist erwachsen, also gehört die Karte dem Mädchen.

    Und jetzt kommt es auf jede Minute an: Der Zug nach Seeburg fährt heute von Gleis 1, nicht von Gleis 4. Das Mädchen wartet am falschen Gleis! Sie hat die Änderung nicht bemerkt. Und ihre Fahrkarte steckt in dem Rucksack, den Nele in der Hand hat.

    Nele flitzt los. Die beiden tauschen ihre Rucksäcke und lachen. Gemeinsam rennen sie zu Gleis 1. Um 10:20 Uhr sitzt das Mädchen im richtigen Zug, mit der richtigen Fahrkarte.

  3. Nr. 3: Die verplapperte Überraschung

    Kemal hat sich verplappert. Jana kennt nur den alten Plan: Spielplatz und Schokokuchen. Am Mittwochabend wusste sie noch nichts, also hat sie es erst am Donnerstag erfahren. Ole und Mira wussten da schon vom neuen Plan mit Garage und Erdbeerkuchen. Hätte einer von ihnen etwas verraten, dann hätte Jana von der Garage gesprochen. Nur Kemal kannte noch den alten Plan, weil er krank war. Und am Donnerstag hat Jana ihm die Hausaufgaben gebracht. Da ist es ihm vor Freude herausgerutscht.

    Die Überraschung ist trotzdem gerettet: Jana rechnet mit dem Spielplatz und mit Schokokuchen. Dass die Party in der Garage stattfindet und es Erdbeerkuchen gibt, ahnt sie nicht. Am Samstag staunt sie doppelt. Und Kemal ist so erleichtert, dass er die Girlanden ganz allein aufhängt.

  4. Nr. 4: Die Zeitung von Frau Lindner

    Es ist Bello, der Hund von Herrn Wendt! Der entscheidende Hinweis ist der Samstag. Die Zeitung liegt jeden Tag ab sechs Uhr auf der Matte. Lea joggt jeden Tag um sieben, auch am Samstag. Wäre sie es, würde die Zeitung auch am Samstag fehlen. Die Postbotin kommt erst mittags.

    Nur Herr Wendt und Bello kommen am Samstag später, um acht Uhr. Dann hat Frau Lindner ihre Zeitung schon um halb acht hereingeholt. Von Montag bis Freitag kommen die beiden aber um sieben vorbei, also bevor Frau Lindner aufmacht. Die feuchte Papierecke mit den Zahnabdrücken passt dazu.

    Bello wollte nichts Böses. Er bringt Herrchen eben gern Geschenke mit. Und Herr Wendt dachte, das viele Papier sei Werbung. Jetzt bekommt Frau Lindner ein Zeitungsrohr am Zaun. Und Bello bekommt jeden Morgen ein extra großes Stöckchen.

  5. Nr. 5: Kapitän Krümel im Watt

    Malik hat das Foto gemacht. Auf dem Bild steht der Pfahl im trockenen Watt. Niedrigwasser war um 13:40 Uhr. Etwa drei Stunden davor und danach liegt der Pfahl trocken, also ungefähr von 10:40 bis 16:40 Uhr.

    Jannik hatte die Kamera erst ab 18 Uhr. Da war schon längst Flut, und der Pfahl stand im Wasser. Sophie hatte die Kamera zwar noch bei Ebbe, aber sie war im Dorf im Museum und gar nicht im Watt. Nur Malik war mit Kamera im Watt, und zwar genau um die Zeit des Niedrigwassers.

    Malik wollte für das Klassentagebuch ein Urlaubsfoto von Krümel machen. Er hat ihn heimlich in der Jacke mitgenommen und vergessen, vorher zu fragen. Die Klasse findet die Idee so gut, dass Krümel ab jetzt bei jedem Ausflug ein Foto bekommt.

  6. Nr. 6: Das letzte Eis im Gefrierfach

    Fynn hat das Eis gegessen. Idas Alibi hält: Neles Vater hat sie die ganze Stunde gesehen. Fynn dagegen hat niemand gesehen, Tante Bea hat ihn nur gehört.

    Der entscheidende Hinweis ist die schwere Stelle. Fynn sagt selbst, dass er sich dort jedes Mal verhaspelt. Heute klang das Stück aber ohne einen einzigen Fehler. So spielt nur Frau Sommer. Ihre Aufnahme ist auf Fynns Tablet. Fynn hat sie immer wieder abgespielt, und das warme Tablet auf dem Klavier passt dazu.

    Fynn wird rot. „Ich brauchte doch den letzten Stiel für mein Floß. Ich dachte, das Eis gewinne ich sowieso nicht.“ Onkel Jens muss lachen. „Dann spielen wir heute um den Abwasch.“ Und am Abend übt Fynn die schwere Stelle, diesmal wirklich selbst.

  7. Nr. 7: Der Kürbis im Hinterhof

    Lena hat Bruno geholt. Der entscheidende Hinweis ist der Kassenzettel. Die Kasse beim Bäcker geht seit der Zeitumstellung eine Stunde vor. Jule war um sieben dort, und auf ihrem Zettel steht 8:04. Auf Lenas Zettel steht 8:12. Lena war also in Wirklichkeit schon um 7:12 Uhr beim Bäcker. Das war lange, bevor Frau Öztürk um halb acht den Kürbis noch im Beet gesehen hat.

    Für die Zeit von halb acht bis halb neun hat Lena also kein Alibi. Jannik schon: Er war von Viertel nach sieben bis zehn beim Fußball, das sagt sein Trainer. Der Kürbiskern an Lenas Ärmel passt dazu.

    Am Nachmittag rollt Lena mit ihrer Mutter etwas aus dem Keller. Bruno ist jetzt eine riesige Laterne mit einem grinsenden Gesicht! „Das sollte eine Überraschung sein“, sagt Lena. Gewogen wird er trotzdem. Und die Kerne kommen gleich wieder ins Beet, für das nächste Jahr.

  8. Nr. 8: Die Kirschen über dem Zaun

    Ben hat die Kirschen gepflückt. Der entscheidende Hinweis ist der Stempel. Heute gibt es im Freibad eine blaue Ente, Mats hat sie selbst auf der Hand. Ben hat aber einen grünen Frosch, und den gab es gestern. Weil die Stempel kaum abgehen, ist er noch zu sehen. Ben war also gestern im Freibad, nicht heute. Für heute Nachmittag hat er kein Alibi.

    Carlas Alibi hält: Frau Lenz vom Tierheim hat sie von halb zwei bis halb fünf gesehen. Und Bens rote Fingerspitzen kommen nicht vom Himbeereis, sondern vom Kirschensaft.

    Ben gibt es zu. „Ich wollte mit Oma einen Kirschkuchen für das Fest backen. Als Überraschung für Herrn Wolff.“ Herr Wolff lacht. „Dann ist ja alles gut. Nächstes Mal fragst du vorher. Und morgen pflücken wir die oberen Äste zusammen.“